Risk-Management

Medical-Risk-Management bildet seit vielen Jahren einen maßgeblichen Teil der anwaltlichen Kernkompetenz unserer Sozietät.

Der Ansatz des Krankenhaus-Risk-Managements wurde zu Beginn der 1990er Jahre von Prof. Dr. Dr. Klaus Ulsenheimer erstmals in Deutschland entwickelt. Dem lag einerseits das Vorbild erfolgreich praktizierter Projekte in den U.S.A., andererseits die aus langen Jahren anwaltlicher Tätigkeit resultierende Überzeugung zugrunde, dass zahlreiche Haftungsfälle - im Strafrecht wie im Zivilrecht - durch aktive Schadensprävention im Vorfeld vermieden werden können. 

Angesichts einer wahren "Hochkonjunktur" der Medizinschadenshaftung und sich dramatisch entwickelnder Haftungssummen wird die Notwendigkeit aktiver Schadensprävention immer deutlicher. So waren etwa für einen Schaden, den ein Geburtshelfer oder eine Hebamme zu verantworten hatten, vor 15 bis 20 Jahren Regulierungsbeträge in einer Größenordnung von € 150.000,00 bis € 250.000,00 aufzubringen, heute handelt es sich bei vergleichbaren Fällen bei schwerer Schädigung des Kindes fast immer um einen Millionenschaden. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig. Ein wesentlicher Aspekt ist jedoch sicher die Haltung der höchstrichterlichen Rechtsprechung, die noch immer keine Waffengleichheit zwischen Behandler- und Patientenseite hergestellt sieht und daher an die rechtlichen Rahmenbedingungen der Behandlung immer höhere Anforderungen stellt. Hinzu kommt, dass seit Inkrafttreten des  "Patientenrechtegesetzes" die Implementierung von Risiko- und Fehlervermeidungssystemen sogar verpflichtend ist.

Die hieraus resultierenden "juristischen Fußangeln" zu erkennen und sicher zu vermeiden, ist daher das Gebot der Stunde. Denn die steigende Zahl von Haftungsansprüchen wirkt sich selbstverständlich mittelbar oder unmittelbar auf die wirtschaftliche Situation des Krankenhauses aus - nicht zuletzt über höhere Versicherungsprämien. Unabhängig davon bedeutet jeder Haftungsfall einen Imageschaden für den betroffenen Behandler, aber natürlich auch für das Krankenhaus und den Krankenhausträger.

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Historie des Risk-Managements

  • steigende Haftungsrisiken in einem Rechtssystem, das sehr hohe Ersatzleistungen kennt.
  • Versicherungsprämien steigen, werden zum Teil unbezahlbar bzw. unrentabel, Rückzug zahlreicher Versicherer vom Markt.
  • Notwendigkeit der Gegensteuerung durch Ursachenanalyse, Frage nach Vermeidbarkeit von Risikenm und Fehlern.

Maßnahmen des Risk-Management

  • bündelt alle planenden, prüfenden, lenkenden und verbessernden Maßnahmen, die geeignet sind (haftungsrechtliche, ökonomische, technische) Risiken im Krankenhaus erkennbar kalkulierbar und daraus resultierende Gefahren steuerbar zu machen.
  • Häufig greift man auf die Maßnahmen und Methoden des QM zurück.

Ziele des Risk-Managements

  • Vermeidung krankenhaus-induzierter Patientenschädigung - Erhöhung Patientensicherheit
  • Vermeidung zivil- und strafrechtlicher Haftung der Behandler und organisatorisch Verantwortlichen
  • Begrenzung der Auswirkung haftungsrelevanter Zwischenfälle
  • Vermeidung von "Imageverlusten"
  • "Wettbewerbsvorteil Behandlungssicherheit" - gestiegenes Selbstbewusstsein des Patienten, bewusste Auswahlentscheidung, geringe Fehlertoleranz
  • Effizienzsteigerung, ökonomische Belange

 

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