Personalisierte Medizin und Recht

Marina Kohake
Nomos Verlag, Baden-Baden, 2018


Die Monographie führt die unterschiedlichen rechtlichen Problemdimensionen der personalisierten Medizin zusammen und arbeitet die gemeinsamen Grundprinzipien ihrer verfassungs-, zivil-, straf- und sozialrechtlichen Bezüge heraus. Personalisierte Medizin zielt darauf ab, durch systematische Diagnostik insbesondere mittels molekulargenetischer Techniken den Einsatz maßgeschneiderter, auf die Bedürfnisse einzelner Patienten/-gruppen ausgerichteter Präventions- und Therapieverfahren zu ermöglichen. Hieraus ergeben sich Rechtsfragen, in deren Mittelpunkt die Reichweite persönlichkeitsrechtlicher Schutzdimensionen bei der Erforschung und Verwertung genetischer Informationen steht. Konkret werden Fragen der Teilhabe an personalisierten Therapieoptionen im Rahmen der GKV ebenso beleuchtet wie die Bedeutung von Angehörigeninteressen im Rahmen personalisierter Diagnosemaßnahmen. Schließlich werden Auswirkungen der personalisierten Präventionsmöglichkeiten auf die Rolle der Eigenverantwortung in der GKV untersucht.

Keil bezeichnet das Werk in ihrer Rezension als „lesenswerte und gut strukturierte Arbeit, die an geeigneten Stellen Reformvorschläge unterbreitet und einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion um den Umgang mit genetischen Informationen leistet“ (vgl. Keil, MedR 2018, 635 ff.).